Versorgung:

Die Versorgungssituation entspricht europäischem Standard, wenn auch ab und an vereinzelt einige Produkte nicht zu haben sind. Das liegt an der Insellage, denn eingeführt wird mit Containern auf dem Seeweg und nur volle Container sind rentabel.

Das Trinkwasser auf La Palma ist von guter Qualität.
Der Grund dafür ist seine Gewinnung in langen Stollen, die oben in die Berge getrieben werden. Dort sammeln sich die Rinnsale und werden mittels Kanälen und Rohrleitungen direkt zu den Endverbrauchern geführt.

Erst in letzter Zeit wird verstärkt das öffentliche Wassernetz ausgebaut. Aber auch dieses Wasser wird in den vorgenannten “ Galerien “ gewonnen und von Zwischenspeichern aus ins Netz gebracht. Aufgrund Der einzige Nachteil liegt in der leichten Chlorzugabe. Da die Wasserversorgung durch "Minaderos-Wasser" - das Wasser, das direkt aus den Bergen kommt, nicht immer gesichert ist, wird unser Grundstück mit Stadtwasser versorgt.

Kulinarisches:

Nahrungsmittel finden Sie in den grossen Supermärkten z.B. in Los Llanos und El Paso, aber auch direkt in Puntagorda befinden sich drei kleinere Supermärkte, die auch sehr gut sortiert sind. Zudem ist am Wochenende Markt in Puntagorda. Hier werden regionale Produkte und auch Kunsthandwerk angeboten. Näheres unter http://mercadillo.puntagorda-lapalma.com/de.html?p=&lang=DE

Restaurants gibt es mittlerweile viele auf La Palma.
Vor allem fangfrischer Fisch wird fast überall angeboten und schmeckt sehr gut. Ein empfehlenswertes Lokal ist das Fischlokal Playa Mont, direkt an der Strandpromenade von Tazacorte.
In den Bars werden meist kleine  “Tapas“ angeboten, wie Tortillas oder Ensaladas, und Bocadillos(belegte Brötchen). 

Die Palmerische Küche ist geprägt von der Notwendigkeit auch in harten Zeiten etwas auf den Tisch zu stellen - vom frischen Fisch, von der Nahrungsmittellagerung und natürlich der Inselversorgung.

Gehen wir mal davon aus, wie sich das Leben auf La Palma früher abgespielt hat:
Fast total isoliert von der Außenwelt lebte man in der Großfamilie, von anderen Familien umgeben, arbeitete auf seinem Acker, pflegte sein Vieh und mußte hart arbeiten. Einfach in den Supermarkt gehen, um etwas einzukaufen war nicht möglich, da es weder Supermärkte, noch Läden gab. Man mußte sich auf La Palma selbst versorgen mit allen Konsequenzen. Dadurch hat man auf La Palma Spezialitäten wie zum Beispiel  Gofio,  Papas arrugadas, Potache, Chicharone, Mojo etc.

Spezialitäten:

Gofio ist geröstetes Mehl und wird hauptsächlich bei einheimischen Fiestas serviert; mit ein wenig Gemüsebrühe zu einem gerade so knetbaren Teig verrührt, wird dieser mit den Händen zu einer Kugel geformt und dann mir ein wenig Flüssigkeit gegessen. Palmeros schwören auf seine kraftspeisende Wirkung. Morgens in ein Glas Milch zwei Esslöffel Gofio mit einem Esslöffel Honig verrührt, soll ungeahnte Kräfte wecken.

Papas arrugadas sind kleine Kartoffeln mit Salzkruste - schmecken super und sollten wegen der Salzkruste mit der Schale gegessen werden.

Potache ist der einheimische Eintopf mit Kürbis.

Chicharrones - kleine Fleischstücke, meist sehr fettreich mit Gofio umhüllt. Diese werden als kleine Leckerei serviert.

Mojo wird hauptsächlich aus Paprika mit vielerlei Gewürzen nach überlieferten Familienrezepten hergestellt, wobei alle Zutaten fein püriert werden und dann als Eintunke zu z.B. Papas arrugadas dienen.
Die rote Mojo ist meist etwas schärfer als die grüne Variante.

Getränke:

Das wichtigste Getränk auf La Palma ist das Trinkwasser. Ein kleines Heiligtum für die Insel- Bevölkerung.

Das zweitwichtigste Getränk ist der Wein, vor allem der selbstgekelterte Wein. Bei der Verarbeitung hilft die ganze Familie mit. Vorsicht beim Genuss ist aber angeraten. Dieser Wein, der in den privaten Bodegas hergestellt wird, bekommt meist Zucker als kleine Zugabe, um den Alkoholgehalt zu erhöhen.

Der Wein La Palmas, der in den Verkaufsregalen der Läden steht wird aber in Genossenschaften unter strenger Aufsicht und Hygiene hergestellt.

In den Bars und Restaurants gibt es neben Bier, wobei hauptsächlich "Dorada" (gebraut auf Teneriffa) angeboten wird, sämtliche Getränke wie Coca Cola, Fanta etc. sowie frischgepresste Obstsäfte, vor allem "Jugo de Naranja" (Orangensaft von erntefrischen Orangen der Insel).

Gemüse:

Dank der harten Arbeit der palmerischen Bevölkerung sowie dem Klima gibt es auf La Palma eine Fülle von frischem Obst und Gemüse. Je nach Jahreszeit findet man frische Waren in den Verkaufsregalen.
Bekanntes ebenso wie Unbekanntes.

Das erste Obst im Jahr sieht man fast überall in den Gärten:
Die Mispel; früher auch in Deutschland häufig anzutreffen.
Die Palmeros lieben diese Frucht, das erste Obst im Frühling, mit seinem frischen, leicht säuerlichen Geschmack.

Die kleine kanarische Banane mit ihrem leicht gelblichen Fruchtfleisch ist eine Delikatesse, nicht zu vergleichen mit den Normbananen.

Die Feigenkaktusfrucht sollte man mit Vorsicht genießen, wegen ihrer vielen kleinen Stacheln, die mit winzigen Widerhaken versehen sind. Befreit man aber die Frucht von diesen Stacheln, steht dem Genuss des Fruchtfleisches nichts mehr im Wege.

Feigen sollten Sie frisch genießen. Die wachsen im Frühling und Sommer auch bei uns auf dem Grundstück und im Garten.

Avocados aus La Palma sind sehr aromatisch.In den Geschäften gibt es zwei verschiedenen Arten, die eine ist hart, die andere ist weich.

Die Süßkartoffel finden Sie fast überall, deren Geschmack aber nicht jedermanns Sache ist.

Eßkastanien gibt es genug in den Wäldern ebenso wie Pilze, die nach Regen in großen Mengen vorhanden sind. Die reifen Eßkastanien sollte man aber im Herbst nicht selbst pflücken, sondern kaufen; sie sind eine Einnahmequelle für die Palmeros!

Fleisch- und Milchprodukte:

Besonders erwähnenswert ist der Ziegenkäse.
Ob frisch, leicht gereift oder auch geräuchert schmeckt dieser sehr lecker.

Salchichas nennt man die kleinen rötlichen Würstchen. Sie sind ziemlich fettreich. Palmeros streichen den Inhalt auf ein aufgeschnittenes Brötchen und rösten dieses dann leicht über einem kleinen Feuer.

In den Fleischtheken gibt es oft junge Zicklein, frische Hühnchen sowie Schweine- und Rindfleisch.
Das Schweinefleisch stammt fast ausnahmslos von La Palma, das Rindfleisch ist meistens eingeführt.

In den Tiefkühltruhen findet man aber auch recht günstiges argentinisches Rindfleisch.

Butter, Käse, Frischkäse, Joghurt und Milch wird eingeführt vom europäischen Festland.

Mittlerweile gibt es auch ein gutes Angebot an eingeführter deutscher Produkte.

Fisch und Meeresfrüchte:

Frischen Fisch gibt es fast immer, er kommt aus dem Atlantik der vor der Haustür liegt, und wird sofort von fahrenden Fischhändlern auf der ganzen Insel verkauft.

Die häufigsten Fische sind Sardinen, Thunfisch, Makrele, Seehecht, Zackenbarsch, Brasse, Muränen (grauenhaft), Tintenfisch sowie "Vieja", (Papageifisch) ein sehr leckerer Fisch, der nachts gefangen wird.

Muscheln gibt es nur tiefgefroren auf La Palma, dafür aber Lapas, dies sind Napfschnecken, die mit viel Knoblauch auch sehr lecker sind, aber eigentlich nicht mehr geerntet werden dürfen, da ihr Bestand bedroht ist. 

Garnelen und Krebse gibt es ab und zu frisch, jedoch immer tiefgefroren.

Nachspeisen:

Palmeros lieben süße Nachspeisen.

Wahrscheinlich kommt es daher, dass La Palma einst ein wichtiger Zuckerumschlagplatz war und in der Not der "Baisse" des Zuckerhandels den wertlosen Zucker direkt verarbeitet werden mußte und so die erfindung von verschiedenen Rezepten für Süßspeisen gefördert wurde, oder wegen der Verbindung des Zuckeranbaus mit dem Anbau der Mandeln von La Palma. Die La Palma Spezialitäten sind: Bienmesabe: Nachspeise aus Eiern, Bisquit, gemahlenen Mandeln, Zucker, Zitrone. Prínzipe Alberto: Schokolade, Mandeln und Bisquit. Almendrados: im Ofen gebackene Mandelplätzchen. Rapaduras: kleine Kegel aus Zuckerrohrsirup, Gofio, Zucker, Mandeln, Zimt und Zitrone. Pan de leche: Mehl, Milch, Zucker, Eier, Zimt, Zitrone und einem Schuß Wein. Flan: Karamelpudding

 

 

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